Kirchenbezirke Nagold und Calw schließen sich zusammen.

Über zwei Jahre wurde verhandelt, nun haben die beiden evangelischen Kirchenbezirke Calw und Nagold in getrennten Kirchenbezirkssynoden jeweils beschlossen: die Fusion kommt.

Die Kirchenbezirke Calw und Nagold haben den Zusammenschluss eingeleitet. In den Bezirkssynoden wurde jeweils mit Mehrheit dem Vorschlag zugestimmt, eine Fusion der Bezirke vorzunehmen und die Gründung eines neuen Kirchenbezirks „Calw-Nagold" voranzutreiben.

Auslösende Gesichtspunkte für die Entscheidung waren in den Synoden die Herausforderung des demografischen Wandels und der Wille, stärker gemeinsame Strukturen der Zukunft innovativ, früh und selbstbestimmt zu gestalten.

In lebhaften, konstruktiven Diskussionen der Bezirkssynoden wurde von den Befürwortern dazu auf die vielen Synergieeffekte verwiesen, die eine solche neue gemeinsame Struktur bringe. Jetzt sei es an der Zeit, die intensive Zusammenarbeit der beiden Bezirke auf die nächste Stufe zu heben.

Gegner der Fusion führten vor allem ins Feld, dass die Zeit jetzt noch nicht reif sei. Beide Bezirke seien in sich stabil und lebensfähig - eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt komme zu früh.

Die Mehrheit konnte sich diesen Argumenten nicht anschließen - es wurde vor allem auf den Mut verwiesen, hier und heute zu beginnen kirchliche Strukturen so aufzustellen, dass sie langfristig lebbar sind. Dazu die beiden Dekane Albrecht und Hartmann: "Wir wollen in guten Zeiten proaktiv tätig werden, damit wir, wenn schwierigere Jahre kommen, nicht nur noch reagieren können."

Allen war klar, dass sie eine Entscheidung treffen, die hohe Auswirkungen und historisches Ausmaß haben wird. Entsprechend engagiert wurde diskutiert und auch kontrovers argumentiert. Am Ende stand in beiden Synoden die Mehrheit: die Fusion kommt. Und mit ihr ein neuer Kirchenbezirk: Calw-Nagold.