Die Hochzeit zu "CaNa". Ein Fest zur Fusion.

Fast drei Jahre haben Gremien gerungen. Dann wurden die beiden Kirchenbezirke Calw und Nagold zusammengelegt. Ein Festgottesdienst in der Calwer Stadtkirche besiegelte jetzt den Bund.

Es wurde Hochzeit gefeiert
Im Beisein von Landesbischof Otfried July, Prälat Christian Rose und Prominenz aus Politik und Verwaltung wurde in der voll besetzten Calwer Stadtkirche Hochzeit gefeiert. Es war in der Tat "Hohe Zeit"! Und so wie es sich für Hochzeiten gehört, war die Musik der vereinigten Chöre und Bläser festlich und erhebend! Die Kantoren Eva-Magdalena Ammer, Peter Ammer und Martin Hagner zündeten mit ihren Musizierenden ein festliches Feuerwerk der Klänge und Meodien.

Die Hochzeitspredigt
Die "Hochzeitspredigt" des Landesbischofs über die "Hochzeit zu CaNa", bei der Wasser in Wein verwandelt wurde (Johannes 2), machte Mut für den gemeinsamen Weg, auch wenn nicht alle diese Fusion als Liebesheirat empänden. Manchmal erwächst aber auch aus einer Zweckehe etwas lebendiges und belebendes. July betonte, dass die Fusion viel mehr als der Zusammenschluss von Kirchenverwaltungen sei. Es gehe auch um die große Zukunftsfrage, "wie wir Kirche im 21. Jahrhundert sein können". Die "Zahlen gehen zurück", sagt July mit Blick auf die Gemeindemitglieder, es stellt sich die Frage, wie die Pfarrei der Zukunft aussehe. Doch am Ende gibt sich der Landesbischof optimistisch. "Neues wird wachsen." Die 70 Gemeinden mit ihren 60.000 Gemeindgliedern bringen ihre vielfältigen Gaben in den neuen gemeinsamen Kirchenbezirk ein. Vieles werde davon inspiriert, gestärkt und bereichert.

Aus Zwei wird Eins
Als schönes Zeichen für die neue Gemeinsamkeit machten sich im Gottesdienst Vertreterinnen und Vertreter der 70 Gemeinden symbolisch auf den Weg und vermischten sich. Die beiden Dekane fügten feierlich die Umrisse der beiden "Alt-Dekanate" zu einem neuen Dekanat Calw-Nagold zusammen.

Landesbischof und Prälat segneten die Mitglieder des Kirchenbezirksausschusses und die Dekane für den weiteren Weg des Zusammenwachsens.

Es blieb beim Wasser
Als die mächtige Schlussmusik der 150 Musizierenden längst verklungen war, standen die Menschen in der Stadtkirche noch lange zusammen und begegneten sich bei einem Schluck und bei einem Bissen.  Ach ja: Es blieb beim Wasser. Wein wurde nicht.

Man konnte es aber spüren: Bei mancher Skepsis und Sorge über Anfangswehen überwog doch die Zuversicht. Und: Freude lag in der Luft.