Kammersinfonie feiert fünfzigjähriges Bestehen mit Jubiläumskonzert am 22. Juli

Die Kammersinfonie Calw kann dieses Jahr auf ihr fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken. Das wird am Sonntag, 22. Juli um 19 Uhr in der Calwer Stadtkirche mit einem besonderen Programm gefeiert. Zur Aufführung kommen unter anderem Tänze, Walzer und Ouvertüren von Brahms, Strauss und Rossini.

Die Kammersinfonie Calw kann dieses Jahr auf ihr fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken. Und das kam so:

1968 war Dieter Baldenius der erste hauptberuflich angestellte Kirchenmusiker in Calw und suchte nach einer Möglichkeit, Instrumentalmusik aufzuführen. Baldenius lud öffentlich dazu ein, einen Instrumentalkreis mit Laienspielern zu bilden. Anfangs traf sich zuerst eine Gruppe bestehend aus Streichern, denen sich von Zeit zu Zeit, später dann fest integriert eine Bläsergruppe hinzugesellte. So war das Ensemble auch in der Lage, sinfonische Werke einzustudieren und zur Aufführung zu bringen.

Nach Baldenius Weggang 1975 konnte sich die Kammersinfonie Calw der Volkshochschule angliedern. In dieser Zeit hatte das Orchester mehrere Dirigenten, nämlich Gerold Wunsch, Thomas Gehring und Christof Harr.

Nachdem die Kammersinfonie Calw aus der Volkshochschule ausgegliedert wurde, übernahm die Leitung mit Bernhard Reich wieder ein Kirchenmusiker, der das Orchester von 1994 bis 2009 dirigierte. Seit 2009 leitet Bezirkskantor Martin W. Hagner das Orchester. Die Kammersinfonie ist aber selbständig geblieben und finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eintritte.

Anfangs standen meist Werke der Barockzeit auf dem Programm, wie Concerti grossi, Kantaten, Solokonzerte von Vivaldi, Bach und Telemann. Nach und nach kamen dann auch Kompositionen aus der Zeit der Wiener Klassik in den Blick, und sogar an moderne Stücke wagte man sich. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit kam dann auch die große Literatur zur Aufführung, beispielhaft seien genannt Bachs Weihnachtsoratorium, Johannespassion und Messe in h-moll, Mozarts Messe in c-moll, viele Sinfonien von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, ja sogar die zweite Sinfonie von Bruckner.

Zum fünfzigjährigen Bestehen gibt die Kammersinfonie Calw am Sonntag, 22. Juli um 19 Uhr in der Calwer Stadtkirche ein Jubläumskonzert mit einem besonderen Programm. Zur Aufführung kommen Werke wie einige von Johannes Brahms Ungarischen Tänzen, Walzer und Ouvertüren von Johann Strauss Sohn und Gioacchino Rossini sowie das berühmte Violinkonzert in g-moll von Max Bruch. Solist dieses Abends ist Friedemann Kienzle, der neue Konzertmeister des Orchesters, die Leitung hat Martin W. Hagner

Eintrittskarten zu 15€ auf allen Plätzen sind ab Montag, 10. Juli, bei Musik Raff am Marktplatz in Calw (Tel. 07051/20666) sowie an der Abendkasse ab 18 Uhr erhältlich. Ermäßigte Karten für 10€ gibt es für Schüler und Studenten, Familien (ein Elternteil und ein Kind) zahlen 16€ bzw. 32€ (zwei Elternteile und mehrere Kinder).