Netzwerk ältere Generation: Ich hör' alles - nur die anderen reden so leise.

Wie man das Miteinander von Menschen mit unterschiedlichem Hörvermögen gut gestalten kann. Am Samstag, 10. November, gibt es in Neubulach von 14 bis 17 Uhr ein buntes Potpourri an Anregungen und Informationen mit Pfarrerin Rosemarie Muth.

Schwerhörigenseelsorgerin gibt wertvolle Tipps.
Am Samstag, 10. November, gibt es im evangelischem Gemeindehaus in Neubulach von 14 bis 17 Uhr ein buntes Potpourri an Anregungen und Informationen. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag von Pfarrerin Rosemarie Muth. Sie ist in der evangelischen Landeskirche für die Schwerhörigenseelsorge zuständig und berät Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen. Rosemarie Muth wird viele praktische Tipps geben, außerdem haben die Teilnehmer genügend Zeit zum Austausch und zum Gespräch.

Interaktive Stationen
Darüber hinaus gibt es ein Dutzend interaktive Stationen zum Thema: Wie sich fortschreitende Schwerhörigkeit anhört, wird an Psalm 34 verdeutlicht. Unterschiede von Aufnahmen in einer Kirche mit und ohne Höranlage, Lückentexte, ein Computerprogramm zum Mundablesen, ein Hörmemory und weitere Stationen vermitteln ein vertieftes Verständnis von der Welt der Schwerhörigkeit. Zu dem Seminar sind alle Interessierte eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen.

Um eine Anmeldung wird nach Möglichkeit bis zum 5. November gebeten bei Susanne Fetzer, Telefon 07051 924899.

Schwerhörigkeit hat zwei Seiten.
Mindestens. Auf der einen Seite steht der Betroffene, auf der anderen Seite seine Umgebung. Hörgeräte sind für Menschen mit schlechtem Hörvermögen eine unverzichtbare Hilfe. Aber wenn eine gute Kommunikation gelingen soll, sind alle herausgefordert. Auch diejenigen, die normal hören. Schwerhörige Menschen gibt es überall. Schwerhörigkeit ist zwar längst nicht nur ein Problem des Alters, sie nimmt jedoch mit zunehmendem Alter zu.

Dabei ist Kommunikation die Basis unseres Miteinanders. Die Gefahr ist groß: Wer nicht mehr gut hört, redet immer weniger. Gibt weniger Anteil, zieht sich zurück. Und irgendwann ist es auch den Mitmenschen zu anstrengend, alles mehrfach zu wiederholen, immer lauter sprechen zu müssen. Ist das Miteinander von Menschen mit unterschiedlichem Hörvermögen gestört, dann ist das eine Verlusterfahrung für alle Beteiligten.

Das Seminar des NäG (Netzwerk ältere Generation im evangelischen Kirchenbezirk Calw) mit dem Titel „Ich hör’ eigentlich alles!“ beschäftigt sich mit der Frage, wie dieses Miteinander besser gelingen kann – sowohl im zwischenmenschlichen Bereich wie auch bei Veranstaltungen aller Art.

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier downloaden!